Spaghetti alla Putanesca

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Diese „Spaghetti nach Hurenart“ dürfen auch Frauen oder Männer mit moderneren Berufen kochen. Gerade bei stressigen Jobs bietet es sich an, da es so schnell zuzubereiten ist und doch raffiniert und unwiderstehlich schmeckt. Außerdem ist Pasta gut für die Nerven.

Dieses Gericht wurde von mir etwas beschnitten, denn traditionell gehören Sardellen in die Tomatensauce. Da aber Oliven und Kapern auch salzig sind, fehlt keine grundlegende geschmackliche Komponente und es kommt kein „Da-fehlt-doch-was-aber-Hauptsache-ich-bin-ein-guter-Mensch-Gefühl“ auf.

Zutaten (für 2-3 Portionen), Zeit: 20 Minuten

  • 300 g Spaghetti
  • 10 Oliven
  • 1-2 EL Kapern
  • 1 Dose Tomaten (oder frische, wenn Saison ist)
  • 1 Zwiebel (gewürfelt)
  • 1-3 Zehen Knoblauch (gewürfelt)
  • Oregano
  • Cayennepfeffer
  • Salz
  • Pfeffer
  • 6-10 Basilikumblätter (kleingeschnitten)
  • Olivenöl

1. Die Spaghetti in sprudelndem Salzwasser bissfest kochen.

2. Die Zwiebeln mit dem Knobaluch in Olivenöl anbraten bis die Zwiebeln glasig sind.

3. Tomaten, Kapern und Oliven hinzufügen.

4. Salzen, pfeffern und mit Oregano würzen.

5. Die Sauce etwas andicken lassen, bis sie schön cremig ist.

Buon Appetito 🙂

Tipps:

  • Etwas vegane Sahne, z.B. Ricedrink, rundet die Sauce ab und nimmt die Säure der Tomaten.
  • Manche mögen eine Prise Zucker oder Agavendicksaft in der Sauce.
  • Hefeflocken über das Essen zu streuen ist nicht sehr traditionell, aber sehr lecker und gesund!
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Penne alla Norma

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Man wird ja häufig als neuzeitlicher Spinner abgetan, wenn man von veganem Kochen erzählt. Dann wird eine Weile von Traditionen und der hohen Bedeutung des Genusses im Allgemeinen und im Besonderen schwadroniert.

Die Cucina Povera, die „Arme-Leute-Küche“ der Italiener kommt jedoch seit jeher überwiegend ohne tierische Produkte aus und wenn die Zutaten frisch und hochwertig sind, kann man sehr wohl von Genuss sprechen.

Daher habe ich mir vorgenommen, nun ein paar meiner veganen italienischen Lieblingsgerichte vorzustellen. Das Schöne an ihnen ist eben, dass nichts „veganisiert“ werden muss und die Zutaten nicht schwer zu beschaffen sind. Zudem schonen die Gerichte tatsächlich den Geldbeutel und sind schnell zuzubereiten.

„Penne alla Norma“ habe ich in während einer Rucksackreise auf Sizilien kennen und lieben gelernt: Wenn Auberginen auf hochwertiges Olivenöl und fruchtige Tomaten treffen, dann denkt keiner: Und wo ist das Fleisch?  Dieses Gericht hat sogar meine Allesesser-Eltern davon überzeugt, dass ich kein Leben als Märtyrerin führe.

Zutaten (für 2-3 Portionen), Zeit: 20 Minuten

  • 1 Aubergine (gewürfelt)
  • 1 Dose Tomaten (oder während der Tomatensaison natürlich frische!)
  • 10-15 Blätter Basilikum (klein geschnitten)
  • 300 g Penne
  • 1 Zwiebel (gewürfelt)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Cayenne-Pfeffer (optional)
  • 1-4 Zehen Knoblauch (gewürfelt)
  • Olivenöl

1. Die Penne in sprudelndem Salzwasser bissfest kochen.

2. Auberginenstückchen in heißem Öl anbraten, bis sie weich sind.

3. Zwiebeln und Knoblauch zu den Auberginenstückchen geben und anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind.

4. Die Tomaten hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.

5. Kurz vor dem Servieren die Basilikumblätter unterrühren,  Augen schließen und an Palermo denken 🙂

Penne mit gebratenen Champignons und Koriander-Pesto

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Heute war mir nach Penne, ich hatte lange keine Champignons mehr auf dem Teller und der Koriander musste weg. Und meine Motivation zu stundenlangem Kochen hielt sich in Grenzen.

Dies war das hervorragend schmeckende herzhafte Ergebnis:

Zutaten (für 2-3 Portionen), Zeit: 20 Minuten

  • 1 Schälchen Champignons (vierteln)
  • 300g Penne
  • 1 Zwiebel (gewürfelt)
  • 1 Hand voll klein gerupfter Koriander
  • 5 EL gehackte Mandeln
  • ca. 8 getrocknete Tomaten
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

1. Die Penne in sprudelndem Salzwasser bissfest kochen.

2. Die Zwiebel in heißem Öl glasig dünsten, dann die Champignons darin bissfest braten.

3. Koriander, Tomaten und  Mandeln mit so viel Olivenöl pürieren, dass die Masse cremig ist. Mit Salz würzen.

Und schon dürft Ihr es genießen!

Tipp: Natürlich schmecken die Penne auch ausschließlich mit dem Pesto und dazu ggf. noch einem leckeren Salat!

Reisnudel-Curry-Eintopf

IMG_4233Wieder in Asien:

Kokosmilch und Currypasten sind einfach immer eine gute Idee, wenn man eine Menge Gemüse im Kühlschrank herumliegen hat und sich ohne viel Aufwand und hektischem Herumhantieren eine leckere Mahlzeit zubereiten möchte. Das Schöne dabei ist auch: Man kann einfach nicht viel falsch machen und wann hat man das schon im Leben?

Und da es auf einmal wieder kalt geworden ist, ist ein Eintopf eine hervorragende Lösung!

Zutaten (4 Portionen), Zeit: 30 Minuten

  • 180 g Reisnudeln
  • 2 Möhren (geschrubbt und klein geschnitten)
  • 2 Hände voll kleingeschnittenem Chinakohl
  • 1/2 oder 1 rote Paprika (klein geschnitten)
  • 1 rote Zwiebel (gewürfelt)
  • 1 -2 Zehen Knoblauch (gewürfelt)
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 TL rote Currypaste
  • 1 Dose Kokosmilch (gern auch light)
  • 3 Tassen Gemüsebrühe
  • Curcuma
  • Currypulver
  • 6 EL Erdnüsse (gern gehackt, geht aber auch ohne)
  • 2 Hände voll Koriander
  • Saft einer Limette
  • 4 Frühlingszwiebeln (kleingeschnitten)
  • Sesamöl

1. Die Nudeln in sprudendem Salzwasser bissfest kochen.

2. Großen beschichtetn Topf oder Wok herausholen und Currypaste  mit den Zwiefelwürfelchen in ca. 1 EL Sesamöl anbraten.

3. 2 Minuten später Ingwer und Knoblauch hinzufügen und kräftig rühren.

4. Weitere 3 Minuten später die Möhren hinzufügen und rühren, ggf. Öl nachschütten.

5. Nun die Brühe, die Kokosmilch und den Chinakohl dazugeben.

6. Nach ca. 3 Minuten die Paprika dazugeben.

Das Gemüse sollte durch aber noch knackig sein, wenn nun die fertig gekochten Nudeln hinzugefügt werden.

7. Nun kommt der Limettensaft dazu und so viel Curcuma und Currypulver, wie Ihr möchtet. Kurz aufkochen lassen.

Das Ganze mit dem Koriander, den Erdnüssen und den Frühlingszwiebeln servieren!

Bodenständige Sauerkraut-Nudel-Pfanne

IMG_4227Als ich vor fast 20 Jahren bei einem Schüleraustausch in Missouri war, saß  in den Köpfen einiger weniger US-Amerikaner noch das Bild eines Deutschlands fest, das unterteilt war in Kommunisten und biertrinkende Lederhosenträger. Das war, bevor man von Brooklyn nach Berlin umzog, um dort billig zu wohnen und die Kunstszene aufzumischen.

Im Deutschunterricht lernte ich damals natürlich, dass die Deutschen immer ganz viel Sauerkraut essen.

Heute will ich das auch machen:

Heute esse ich ganz viel Sauerkraut!

Zutaten (3-4 Portionen), Zeit: 30 Minuten

  • 1 große Gemüsezwiebel (in Würfel geschnitten)
  • ganz viel Sauerkraut (250g), entwässert
  • 300 g Spirellinudeln
  • 250 ml Ricedrink (oder vegane Sahne oder eine vegane Milchalternative)
  • 1 1/2 Tasse Gemüsesuppe
  • 6-7 EL Hefeflocken
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Päckchen Tofu (in Würfel geschnitten)
  • Muskatnus
  • Paprika rosenscharf
  • Olivenöl

1. Die Nudeln in sprudelndem Salzwasser oder Gemüsebrühe bissfest garen.

2. Dann die Tofuwürfel in einer großen beschichteten Pfanne (am besten einem Wok) von allen Seiten anbraten, bis die Seiten leicht bräunlich sind und dabei mit Paprika und Salz würzen. Aus der Pfanne nehmen.

3. Die Zwiebelwürfel werden in Olivenöl glasig gebraten.

4. Die Nudeln hinzufügen und knusprig anbraten. Wer wenig Zeit hat, kann es auch weniger knusprig machen.

5. Nun kommt das Sauerkraut dazu, der Ricedrink, die Hefeflocken und  die Gemüsebrühe. Kräftig umrühren und nach Belieben mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskatnuss würzen.

Nun das Essen genießen und wahlweise „Auferstanden aus Ruinen“ singen oder Weißbier trinken!

Frühlingshafte Sobanudelpfanne

IMG_3696Es bleibt asiatisch, denn der Gang zum Asiasupermarkt soll sich ja gelohnt haben!

Was ich bei japanischen Rezepten so mag ist, dass sie Rohkostelemente enthalten ohne dass Rohkost dabei ein Dogma wäre.

Hier treffen Soba-Vollkorn-Nudeln auf zitroniges Dressing und frisches Gemüse, was wirklich lecker ist – man sollte dabei  auf die Qualität des Gemüses achten, damit es wirklich schmeckt.

Zutaten (für 3 Portionen),  Zeit: 30 Minuten

  • 1/2 rote Paprikaschote (in dünne Scheiben geschnitten)
  • 1/2 Gurke (entkernt und in dünne Scheiben geschnitten)
  • 3 Frühlingszwiebeln (in dünne Scheiben geschnitten)
  • 1 Hand voll Shitake Pilze
  • 3 EL gerösteter Sesam
  • 250 g Tofu (gewürfelt)
  • 1 El einer unbehandelten Zitrone
  • abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch (kleingewürfelt)
  • 1 El Agavendicksaft
  • 1 Prise Chili
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Reisessig
  • 1-2 EL Sojasuace
  • 1-2 EL Sesamöl
  • 250Vollkorn- Sobanudeln
  • 150 g fester Tofu
  • 1 Handvoll gehackter Koriander
  • Sriracha-Sauce (optional)

1. Das Dressing wird bereitet: Ingwer, Zitronenschalen, Agavensirup, Chili, Zitronensaft, Reisessig, Sojasauce, Sesamöl und etwas Salz werden gründlich verquirlt.

2. Dann beginnt Ihr, die Sobanudeln bissfest zu garen.

3. Wärend die Nudeln kochen, bratet Ihr Tofu, Knoblauch, Paprika und Shitake Pilze mit einer Prise Salz knusprig an.

4. Das Gemüse in der Pfanne wird mit dem Dressing und den Nudeln vermischt und mit den Gurken- und Paprikastückchen, den Frühlingszwiebeln sowie dem Koriander und dem Sesam serviert.

Wer es scharf mag, darf nun die Sriracha-Sauce herausholen und so viel er möchte damit würzen.

Paradiesisch süßer Smoothy-Pop

IMG_4205  Ich spüre es, meine Erkältung geht tatsächlich, endlich, nach 12 Tagen dem Ende zu! Was für eine Erlösung!

Und was hat geholfen? Sicher nicht das Wodka-Experiment, das war lustig, aber wohl eher kontraproduktiv. Knoblauch? Ingwer? Erkältungstees? Heiße scharfe Eintöpfe? Vielleicht alles ein bisschen. Aber was mich am Ende davor zurück gehalten hat, heute zu Tante Doktor zu rennen und mir widerwillig Antibiotika reinzupfeifen, war: Inhalieren mit Pfefferminzöl. Die alte Geschichte mit einer heißen Schüssel warmen Wassers, ein paar Tropfen Pfefferminzöl und Kopf mit Handtuch drüber, bis es nicht mehr dampft. Dabei dann Harry Potter oder anderes hören damit man sich nicht zu Tode langweilt. „Und nun darf ich hoffen und ich atme frei!“  Wo wir schon bei Zauberern sind 🙂

Nun geht es mir super, aber draußen hängen im Gegensatz zum gestrigen Frühlingswetter graue Wolken am Himmel. Ich habe das Gefühl, man hat mich um einen Vorgeschmack auf den Sommer betrogen. Aber ich habe eine kleine Entschädigung, um mir den Sommer in die Wohnung zu holen: Vorgestern habe ich aus den Resten meines „Paradiesisch süßen Kokosdrink“  Eis am Stiel gemacht!

Zutaten:

Der Paradiesisch süßer Kokosdrink oder die Reste davon

1. Alles in diese Eis am Stil-Bereiter füllen, die nach Kindheit aussehen und toll sind

2. Was wohl? Einfrieren, bis sie zu Eis geworden sind!

Es schmeckt wahnsinnig lecker und durch die Blaubeeren und den Limettensaft kriegt Ihr bei all dem Genuss auch noch ein paar Vitamine ab!