Knusprig gebratene Kartoffelschalen

IMG_7802

Ja, ihr seht richtig: Ich brate Kartoffelschalen und ich stehe dazu!

Diese Angewohnheit habe ich von meiner ehemaligen Kölner Mitbewohnerin Anne übernommen – neben der Angewohnheit, nicht mehr in der Küche zu rauchen und leere Bierflaschen am Ende des Abends vom Küchentisch zu räumen. Auf letzteres wäre ich durch Reifungsprozess wohl auch ohne Anne gekommen, aber für das mit den Kartoffelschalen bin ich ihr wirklich dankbar. Irgendein Exfreund aus Lateinamerika hatte ihr einst gesagt, das sei bei ihm Zuhause Tradition und man wäre ja verrückt, das Beste der Kartoffel weg zu werfen.

Vielleicht findet ihr ja heraus, welches Land das sein könnte und wie das Gericht dort heißt?

Es ist zumindest eine tolle Vorspeise, wenn man beispielsweise gerade darauf wartet, dass die Suppe endlich fertig ist.

Zutaten, Zeit: Minuten

  • Kartoffelschalen (gewaschen und möglicht ohne unschöne Stellen)
  • Olivenöl
  • Salz
  • optional: Pfeffer

Einfach die Kartoffelschalen in heißem Öl knusprig anbraten, salzen und ggf. pfeffern.

Und dann: Taste the waste!

Hummus klassisch

IMG_7780

Hummus ist ein perkektes Buffet-Mitbringsel, wenn man über kein Auto verfügt, denn es kann beim Transport nicht beschädigt werden, in einer Schüssel mit Deckel ist es leicht zu verstauen und am Ende ist meist alles aufgegessen, so dass man bis auf die leere Schüssel nichts mehr mit zurück nehmen muss. Letzteres liegt daran, dass Hummus meist allen ganz hervorragend schmeckt. Alle lieben es, kaum einer macht es sich Zuhause selbst.

Dabei ist es so simpel!

Zutaten (für eine mittelgroße Schüssel Hummus), Zeit: 10 Minuten

  • 3-4 Tassen gekochte Kichererbsen (oder 1 große Dose)
  • 6 EL Tahini
  • Saft einer Zitrone
  • 3 Zehen Knoblauch (gehackt)
  • 10 EL Olivenöl
  • Cayennepfeffer
  • Cumin
  • Salz
  • Paprika edelsüß

1. Kichererbsen, Zitronensaft, Tahini, Knoblauch und Öl pürieren.

2. Mit den Gewürzen abschmecken und umrühren.

Atypische Minestrone mit Kichererbsen und Sekt

IMG_7747

Nach den Burgern und den ganzen Sandwiches brauchte ich mal reichlich Gemüse. Und das haben wir hier: Reichlich knackiges Sommergemüse mit Kichererbsen und einem riesigen Schuss Sekt.

Anstelle des traditionallen Specks habe ich getrocknete Tomaten verwendet, was immer eine gute Speck-Alternative ist.

Atypisch ist diese Minestrone, weil die Italiener da sicher weder Sekt noch Sojasauce hinein schütten, aber was soll`s! Anstelle der Kichererbsen werden meist Nudeln oder Reis gewählt, aber ich wollte mal etwas ganz und gar Gesundes auf den Tisch bringen.

Davon kann ich nun meine nicht vorhandene (bzw. nicht gerade um die Ecke lebende) Großfamilie ernähren.

Zutaten (für eine 8-köpfige Menschenansammlung oder die Tiefkühltruhe)

Zeit: 1 Stunde

  • 1 Zwiebel (gehackt)
  • 4 Zehen Knoblauch (gehackt)
  • 1 Zucchini (gewürfelt in 3-4 cm große Würfel)
  • 2 Möhren (in ca.1-2 cm breite Scheiben geschnitten)
  • 1 Kolben Mais (die Kerne natürlich entfernt, oder aus der Dose)
  • 4 Tassen grüne Bohnen (in 3-4 cm lange Streifen geschnitten und die Enden entfernt)
  • 4 Tomaten (von den grünen Enden befreit und geachtelt)
  • 3 Tassen vorgekochte Kichererbsen (oder 1 große Dose)
  • 2 mittelgroße rote Chilischoten
  • 0,2 ml Sekt
  • Salz
  • Sojasauce
  • Schuss Balsamicoessig
  • Pfeffer
  • Paprika edelscharf
  • 2 Tassen glatte Petersilie (gehackt)
  • Olivenöl
  • 8 getrocknete eingelegte Tomaten (in schmale Scheibchen geschnitten)
  • 4 EL Kapern
  • 5 EL Kapernsud

1. In einem großen Topf: Zwiebel, Chili und Knoblauch in heißem Öl anbraten.

2. Bohnen und Möhren hinzufügen und mitbraten. Den Mais ebenfalls, falls er frisch ist, ansonsten später zusammen mit den Kichererbsen.

3. Nach 5 Minuten restliches Gemüse sowie Kapern, Sojasauce und Kapernsud hinzufügen.  Mit Wasser aufschütten, so dass das Wasser ca. drei Fingerbreit über dem Gemüse ist und so lange köcheln lassen, bis die Bohnen und die Möhren bissfest sind.

4. Petersilie, getrocknete  Tomaten, Balsamicoessig und Kichererbsen hinzufügen und kurz aufochen lassen.

5. Salzen, pfeffern und mit Paprika abschmecken. Kurz vor dem Servieren, den Sekt hinzufügen und kurz erwärmen lassen (nicht kochen).

Tipp: Minestrone ist eine klassische italienische Vorspeise. Mit einem guten Stück Brot kann man aber auch eine Hauptspeise daraus machen – oder ein leichtes, figurbewusstes Mittagessen :-)

 

Popcorn mit Trüffelöl und Fleur de Sel

IMG_7734

Ich muss jetzt mal meinem schönen Namen alle Ehre machen und endlich ein paar Trüffelrezepte vorstellen.

Popcorn in Trüffelöl ist wirklich etwas ganz und gar formidables und natürlich begnügt sich der dekadente Popcornesser nicht mit banalem Salz, sondern verwendet edles Fleur de Sel.

Dazu trinkt man am besten vollmundigen Rotwein.

Weil wir ja nur ab und zu mal etwas dekadent, ansonsten aber recht genügsam sind, brauchen wir natürlich KEINE Popcornmaschiene, sondern bereiten das edle Knabberzeug einfach im Topf zu.

Zutaten

  • Popcornmais
  • Olivenöl
  • Trüffelöl
  • Fleur de Sel

1. In einen beschichteten Topf so viel Olivenöl schütten, dass der Boden bedeckt ist.

2. Popcornkörner dort hinein streuen, so dass ebenfalls der Boden bedeckt ist, aber nicht mehr.

3. Jetzt beginnt das fröhliche Gepoppe (wollte diesen Satz unbedingt unterbringen :-) ). Wenn nichts mehr zu hören ist, Popcorn in eine Schüssel füllen und mit so viel Trüffelöl begießen und salzen, wie ihr möchtet. Praktisch ist dazu auch eine Sprühflasche, um das Öl zu sprühen. Es geht aber auch mit Hilfe eines Löffels, mit dem ihr tröpfchenweise das Öl verteilt.Gründlich mit den Händen oder einem großen Löffel verrühren und möglichst warm genießen.

Kidneybohnen-Burger mit Avocadocreme

IMG_7728

Ab und zu ein Burger ist einfach etwas Feines… Eine würzige Pseudo-Boulette und leckere Avocadocreme harmonieren hier hervorragend. Wer wissen möchte, wie die Kartoffelecken gemacht werden, der siehe bitte hier.

Zutaten (für 6 Burger, von denen einer bereits sehr sättigt)

Zeit: 30 Minuten

  • Ketchup oder feurigere Sauce
  • 6 große Tomatenscheiben
  • 6 Burgerbrötchen

Für die Pseudo-Boulette

  • 2 kleine Dosen Kidneybohnen (also ca.500 g insgesamt)
  • 3 Tassen Haferflocken
  • 1 EL braune Misopaste
  • 1 Zwiebel (gehackt)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Currypulver
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 Tasse Soja-Milch
  • 6 EL  Sojamehl
  • 1 Tasse Wasser
  • Olivenöl

1. Sojamehl mit Wasser verrühren.

2. Misopaste hinzufügen und ebenso verrühren.

3. Kidneybohnen hinzufügen und kräftig mit den Händen oder einem Kartoffelstampfer zermalmen.

4. Haferflocken, Zwiebel und Soja-Milch hinzufügen und wie gehabt vermischen. Das Ganze sollte eine richtig klebrige zähe Masse ergeben. Wenn dies nicht so ist, entweder mit Soja-Milch oder Haferflocken ausgleichen.

5. Gewürze hinzufügen. Abschmecken.

6. In einer Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen. Aus dem Brei jeweils 1/6 nehmen oder eben so viel, wie eure Bratlinge/Bouletten groß sein sollen. Eine Art flachen Ball formen, in das heiße Öl legen und dann mit dem Pfannenwender flacher drücken (dadurch zerfällt dei Masse beim Formen nicht).

7. Wenden nach 6-7  Minuten bzw. wenn die eine Seite kross angebraten aussieht. Auf der anderen Seite ebenso verfahren.

 

Für die Avocadocreme

  • 2 Avocados
  • 3-4  EL Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Prise Cayennepfeffer
  • Prise Salz

1. Avocados entkernen, schälen und klein schneiden. Mit einer Gabel zerdrücken und mit dem Olivenöl vermischen. Salzen und Pfeffern.

Das Finale

1. Burgerbrötchen leicht antoasten.

2. Auf die untere Seite so viel Ketchup wie ihr mögt verteilen.

3. Pseudo-Boulette darauf legen. Tomatenscheiben darüber legen.

4.Auf die obere Seite Avocadocreme streichen.

5. Zuklappen und genießen.

Knusprige Kartoffelecken

IMG_7720

Im Studium gehörten Kartoffelecken zeitweilig zu meinen Grundnahrungsmitteln – mit leckerern Saucen eine eigene, gesunde Mahlzeit. Heute bin ich meist etwas anspruchsvoller und sie fungieren als leckere Beilage, z.B. zu Burgern (siehe hier).

Zutaten (für 5-6 Beilagen)

Arbeitszeit: 10 Minuten, Backzeit: ca. 30 Minuten

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 1-2 TL Paprikapulver rosenscharf
  • 1 TL Meersalz

1. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Kartoffeln gründlich waschen und in 1-2 cm breite Streifen schneiden. Hässliche Stellen dabei heraus schneiden.

2. Öl mit Paprika und Salz verrühren und in eine Gefriertüte oder eine Salatschleuder füllen.

3. Kartoffeln hinzufügen und alles kräftig schütteln, so dass die Kartoffeln gleichmäßig mit dem Öl und den Gewürzen umgeben sind.

4. Auf ein Rost mit Backpapier legen und ca. 30 Minuten lang backen. Sie sollten knusprig und leicht bräunlich aber natürlich nicht schwarz sein.

Tipp: Je nachdem womit ihr die Dinger kombiniert, könnt ihr natürlich auch andere Gewürze oder Kräuter, z.B. Curry, Rosmarin oder Thymian verwenden.

Chia-Smoothie mit Möhrengrün

IMG_7677

Smoothies sind wirklich praktisch: Was man sonst wegwerfen würde, kann man nun trinken und es macht einen fit! Mit Möhrengrün hätte ich ansonsten wirklich nicht viel anzufangen gewusst…

Zutaten (für 1 großen Smoothie), Zeit: 5 Minuten

  • 1 Hand voll Möhrengrün (grob klein geschnitten mit einem Messer)
  • 1 Tasse Honigmelone (gewürfelt)
  • 1 Banane in Scheiben geschnitten
  • 2 EL Chiagel (eingeweichte Chiasamen)
  • 0,2 ml Reiskokosdrink
  • 1-2 Tassen Wasser (je nachdem wie dickflüssig bzw. flüssig man den Smoothie mag)
  • Schuss Ahornsirup (oder Agavendicksaft)
  • Schuss Leinöl

1. Alles gründlich mixen.

2. Fertig :-)