Bruschetta – simpel und klassisch

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Manchmal ist es einfach zu schwül, um das Rad neu zu erfinden. Dann greife ich auf etwas zurück, worüber ich mich jedesmal beim Italiener freue und was auch Zuhause immer ganz ausgezeichnet schmeckt.

Bruschetta ist so simpel und doch so genial, dass ich mich gern daran satt esse – obwohl es eine eine traditionelle Vorspeise ist.

Zutaten (für 6 Brotscheiben), Zeit: 10 Minuten

  • 6 Scheiben Ciabatta oder Baguette (1-2 cm breit)
  • 3 mittelgroße Strauchtomaten (gewürfelt)
  • 1/4 Zwiebel (gewürfelt)
  • optional: 1 Knoblauchzehe (gewürfelt)
  • 2 EL Olivenöl
  • optional: ein paar Blätter klein geschnittene Basilikumblätter
  • Salz
  • Pfeffer

1. Brot im Ofen bei 180 Grad knusprig backen, was ca. 8 Minuten dauert.

2. Restliche Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen und auf dem fertigen Brot verteilen.

Tipps:

Wenn etwas übrig bleibt, mundet dies als leckerer Tomatensalat.

Dazu natürlich einen Rotwein trinken!

Petersilie oder auch Koriander anstelle des Basilikums sind nicht klassisch, aber ebenso lecker.

Fruchtiger Sommersalat mit karamellisierten Maiskörnern und Wassermelone

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Dieser Salat schmeckt durch und durch nach Sommer: Zucchini, Tomaten und Rucola sind die Grundlage, frische Maiskörner und Wassermelonenstückchen geben ihm den Kick. Cremige Avocadostückchen sättigen und runden ab. Perfekt!

Zutaten (für 2 Personen), Zeit: 35 Minuten

  • 3 Hände voll Rucola (gewaschen und getrocknet)
  • optional: 1 Hand voll Feldsalat  (gewaschen und getrocknet)
  • 3-4 cm breites Stück Wassermelone (gewürfelt)
  • 1 Zucchini (gewürfelt)
  • Körner eines Maiskolbens
  • 2 Stangen Frühlingszwiebeln (in Scheiben geschnitten)
  • 1 Avokado (gewürfelt)
  • 1 Hand voll Basilikumblätter
  • 4 Eiertomaten (geachtelt)
  • Olivenöl
  • Salz

Für das Dressing:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Balsamicoessig
  • 1 TL Dijonsenf
  • Prise Pfeffer
  • Prise Fleur de Sel oder Meersalz
  • Spritzer Agavendicksaft
  • 1 TL Kräuter der Provence

1. Rucola und Feldsalat sowie Tomatenstückchen auf  zwei Tellern verteilen.

2. Zucchini in heißem Olivenöl von allen Seiten anbraten, bis die Stückchen leicht bräunlich sind. Etwas salzen und auf den Tellern verteilen.

3. Maiskörner in heißem Olivenöl anbraten, bis sie leicht karamellisieren und auf den Tellern verteilen.

4. Wassermelonenstückchen und Avokadowürfel hinzufügen.

5. Dressingzutaten miteinander verquierlen und über dem Salat verteilen.

6. Frühlingszwiebeln und Basilikumblätter darüber streuen.

 

Udonnudeln mit Paprika, Blattsalat und Radieschen

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Aristoteles und ich (wollte ich schon immer mal in einem Atemzug sagen bzw. in einem Satzteil schreiben) sind ja Freunde des goldenen Mittelweges.

Kritische Zeitgenossen könnten dies wohlmöglich für inkonsequent oder halbherzig halten, aber ich mag am goldenen Mittelweg das unverkrampfte, sich aber stetig bemühende, nicht vom rechten Weg abzukommen.

Und das halte ich auch besser durch als eine allzu dogmatische Lebensweise.

Auf Ernährung bezogen bedeutet das für mich: Regional und saisonal ist anzustreben und lecker, aber gern mit exotischem Touch und nicht auf Gedeih und Verderben. Dann kann es auch mal wilde Mischungen geben, wenn ich Lust auf asiatisch habe, mir aber wie heute, mein Blattsalat aus Balkonien fröhlich entgegen wächst. Und die Radieschen vom guten alten Alt Lübarer Kräuterhof wollen auch verzehrt werden – und sie werden ihren Platz finden in meiner exotischen Schüssel!

So halte ich es auch mit Kohlenhydraten: Ich liebe Nudeln und könnte sie jeden Tag zu jeder Mahlzeit essen! No Carb macht mir im Übrigen schlechte Laune und ist ebenso ungesund und einseitig wie ausschließlich Pasta. Daher gebe ich den Nudeln zwar eine tragende Rolle in meinen Gerichten, aber nicht immer die monologisierende, alles in den Schatten stellende Rampensaurolle.

Hier haben Paprika, Salat und Radieschen die entscheidenden Dialoge und die Udonnudeln bekommen den Oscar für die beste Nebenrolle – immer wieder!

Zutaten (für 1 große Portion), Zeit: 20 Minuten

Dressing:

  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 EL Reisweinessig
  • 1 Knoblauchzehe (gewürfelt)
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer (geschält und gewürfelt)
  • Prise Salz
  • 1/3 klein gehackte Chilischote
  • Saft einer Limette

In der Pfanne:

  • 4 rote Spitzpaprika (gewürfelt)
  • 1 kleine Packunng (75g) Udonnudeln
  • 1 EL Sesamöl
  • Prise Salz

Topping:

  • Handvoll Blattsalat (in mundgerechte Stücke geschnitten)
  • Handvoll Koriander (gehackt)
  • 4-5 Radieschen (in Stücke geschnitten oder geraspelt)
  • nach belieben Gomasio

1. Paprika in der Pfanne mit Prise Salz anbraten.

2. Wenn diese fast bissfest sind, Udonnudeln hinzufügen und mitbraten.

Ggf. Schuss Wasser hinzufügen.

3. In dieser Zeit Zuaten des Dressings miteinander verquirlen und abschmecken.

4. Pfannengemisch etwas abkühlen lassen und in einer großen Schüssel mit dem Dressing vermischen.

5. Topping darüber verteilen und sich freuen.

 

Kräftige One-Pot Pasta

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Diese würzige One-Pot Pasta wurde mit türkischen Ravioli zubereitet und schmeckt wunderbar fruchtig tomatig. Frisches Gemüse und grünes Topping sorgen dafür, dass das schnelle Gericht viele Vitamine enthält.

Die Art zu kochen hat an hektischen Tagen wirklich was für sich: Gemüse schnippeln, alles in den Topf und köcheln. Während der Kochzeit könnt ihr bequem die Küche aufräumen, euch die Nägel lackieren oder telefonieren, sehr praktisch:-)

Zutaten (für 3-4 Portionen), Zeit: 25 Minuten

  • 200g türkische Ravioli
  • 1 Zwiebel (gewürfelt)
  • 1 Knoblauchzehe  (gewürfelt)
  • 1 Zuchini (geviertelt und in Scheiben geschnitten)
  • 2 rote Spitzpaprika (von allem überflüssigen befreit und gewürfelt)
  • 8 EL Tomatenmark
  • 6 Cocktailtomaten
  • 200g Räuchertofu (gewürfelt)
  • Prise Chili
  • 2 EL Woodsmoke Flavour
  • 1 TL Hot Sauce
  • 5 EL Sojamilch
  • 1/4 TL Paprikapulver Edelsüß
  •  1/4 TL Korianderpulver
  • Gemüsebrühe
  • 1 EL Sojasauce
  • 3 Hände voll Rucola (in mundgerechte Stücke geschnitten) oder anderes Grünzeug wie beispielsweise Petersilie, Koriander oder Basilikum

1. Alle Zutaten bis auf das Grünzeug in einen großen Topf füllen. Mit Gemüsebrühe füllen, bis alles gerade so bedeckt ist.

2. Aufkochen und  dann so lange köcheln lassen, bis die Ravioli bissfest sind. Immer wieder umrühren. Nach Geschmack Wasser nachschütten, je nachdem, ob es eher ein Eintopf oder ein festeres Gericht werden soll.

3. Mit dem Grünezeug servieren und ggf. mit Hot Sauce nachwürzen.

One-Pot Pasta: Tomatig, fenchelig, feurig und würzig

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Ja, wirklich, ich probiere fast alles aus, also nun auch One-Pot Pasta. Mitnichten finde ich alles gut, was mal kurzzeitig im Trend ist (Bubble-Teas: ausprobiert und für kathastrophal befunden).

Aber One-Pot Pasta ist ja wie eine Hochzeit mit Nachkommenschaft von Eintopf und Pasta. Da ich sowohl Eintöpfe als auch Pasta verehre, mussten notwendigerweise deren gemeinsame Kinder einen Weg zu meinem Herd finden und mit Liebe überschüttet werden.

Dieses Essen schmeckt demzufolge auch nach viel Liebe und irgendwie bodenständig. Vielleicht, weil es so unprätentiös daherkommt und doch so gut tut.

Zutaten (für 4 Portionen), Zeit: 20 Minuten

  • 300g Spirellinudeln
  • 300g Cocktailtomaten (vom Grün befreit und geviertelt)
  • 1 Knolle Fenchel (vom Strunk befreit und gewürfelt)
  • 1-2 Zehen Knoblauch (gewürfelt)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1TL Oregano
  • Prise Chili
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL gehackte grüne Oliven
  • 1 EL Kapern
  • 1 TL Tomatenmark (optional)
  • 100ml Wasser oder Brühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • Basilikum
  • Rucola (in mundgerechte Stücke geschnitten)
  • Hefeflocken (optional)
  • Olivenöl zum Servieren

1.Alle Zutaten bis auf Hefeflocken und Rucola in einen großen Topf füllen und aufkochen lassen.

2.Weitere 8 Minuten köcheln lassen, bis die Nudeln bissfest und fast kein Wasser mehr im Topf  ist. Rühren dabei nicht vergessen!

3. Mit dem Rucola,  etwas Olivenöl und ggf. den Hefeflocken servieren.

Genießen und sich darüber freuen, dass so wenig Geschirr abzuwaschen ist!

Zitroniges Risotto mit Mairübchen

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Risotto mit Zitrone und reichlich Thymian fand ich schon seit jeher äußerst betörend.

Kombiniert mit Mairübchen ist dies ein frisches, sommerliches Rezept zum Sattessen oder als Beilage.

Zutaten (für 2 Hauptspeisen oder 4 Beilagen), Zeit: ca.1 Stunde

  • 1 Tasse Risottoreis
  • 5 mittelroße Mairübchen (von den Enden befreit und in 1 1/2 cm große Würfel geschnitten)
  • 1 Schalotte (gewürfelt)
  • 150ml Weißwein
  • 500ml Gemüsebrühe
  • abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • Saft  einer unbehandelten Zitrone  (oder weniger, wenn ihr nicht so wahnsinniger Zitronenfans seid)
  • 1-2 TL Thymian
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 3 EL Hefeflocken

1. 2 EL Olivenöl erhitzen und die Mairübchen darin anbraten,bis sie weich sind. Zur Seite legen.

2. Im restlichen Olivenöl Schalottenwürfel anbraten, bis sie glasig sind.

3. Reis hinbzufügen mit anbraten.

4. Nach 2-3 Minuten braten unter ständigem Rühren nach und nach die Gemüsebrühe und danach den Weißwein zum Reis geben. Immer nur so viel, dass er sich gerade so damit vollsaugen kann und am Ende eine cremige Masse entsteht, die Reiskörner aber noch bissfest sind – außen weich und innen hart. Aufpassen, dass nichts anbrennt!

5. Während dieses Prozesses nach ca. 15-20 Minuten die Zitronenschalen, den Zitronensaft, Hefeflocken und Thymian hinzufügen.

6. Zum Schluss die Mairübchen unterrühren.

Tipps:

Wenn ihr keinen Alkohol verwenden möchtet, könnt ihr diesen auch durch noch mehr Gemüsebrühe ersetzen.

 

Saftiger Rübli-Mohn-Kuchen

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So ein saftiger Kuchen ist einfach was Feines! Wer da noch nach Eiern schreit, ist selber schuld :-)

Zutaten, Arbeitszeit:20 Minuten

  • 400g gerapelte Möhren
  • 350g Dinkelmehl (wenn schon öko, dann aber auch richtig :-) )
  • 50g wilde Braunhirse
  • Saft einer halben Orange
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150g brauner Zucker
  • Prise Zimt
  • 30g blauer Mohn
  • 200ml geschmacksneutrales Öl, z.B. Rapsöl
  • Margarine oder Öl zum Fetten der Backform
  • ggf. Glasur

1.Die Möhrenraspel mit dem Öl und dem Orangensaft vermischen.

2.Die trockenen Zutaten mit einander vermischen.

3.Alles miteinander vermischen.

4.Teig in gefettete Backform geben und 45 Minuten bei 180 Grad backen.